Miet - und Nachbarschaftskonflikte

"Es kann der Frömmste nicht in Frieden bleiben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt" ( F. Schiller )

Nachbarn kann man sich nicht aussuchen, sie haben aber, ob sie es wollen oder nicht, eine soziale Beziehung zueinander. Dabei können oft scheinbar harmlose Vorfälle eskalieren und zu langwierigen und unüberwindbaren Streitverhalten führen.

  • Das Leuchten einer Küchenlampe führt zur Besitzstörungsklage
  • Wegen Sachbeschädigung an einem Tannenreisig wird ein 2-jähriger Prozess geführt
  • Kinderlärm führt zu Anzeigen
  • Bellende Hunde sind Gründe für langwierige Auseinandersetzungen bei Gericht
  • Wäsche am Balkon entzweit die Bewohner eines Miethauses .....

Manche dieser Beispiele mögen skurril und unterhaltsam sein, für die Betroffenen Nachbarn aber auch für Gerichte und Behörden sind diese Auseinandersetzungen, ein grosses, vielschichtiges Problem. Die Normierung, d. h. die Reduktion auf Rechtsfragen, wird der Sache meist nicht gerecht.

Mediation bietet sich bei Miet- und Nachbarschaftskonflikten förmlich an. Die Komplexität der Konflikte, sowohl im emotionalen, rechtlichen und auch psychologischen Bereich, die dauerhafte Beziehung zwischen den Betroffenen und die überlastung und überforderung der Gerichte  bieten vielfach keine einfache und rasche Lösungsmöglichkeit. Daher finden viele Nachbarschaftsstreitigkeiten  durch Mediation eine raschere und dauerhaftere Regelung.

Im Beispiel wird eine der Hauptaufgaben eines Mediators/In deutlich, nämlich hinter festgefahrenen Positionen zu den Bedürfnissen der Streitparteien zu gelangen. Dies sind meist entscheidende Wendepunkte in einer Mediation, die oft erst die Basis für klärende Gespräche schaffen.

Beispiel

Anwendungsübersicht